BWF Profiles ist europäischer und asiatischer Marktführer in der Extrusion thermoplastischer Kunststoffe und fertigt hochindividuelle Profile in über 9.000 realisierten Querschnitten. Diese Vielfalt in der Qualitätsprüfung mit Papierlisten abzubilden, kostete viel Zeit bei der Erstellung, Übertragung und Archivierung der Prüfdokumente. Mit Operations1 hat BWF Profiles die Qualitätsprüfung innerhalb von fünf Monaten vollständig digitalisiert: Prüfanweisungen entstehen heute automatisch aus SAP-Daten, und dynamische Prüfzyklen senken den Prüfaufwand um bis zu 50 %.
Das Wichtigste in Kürze
BWF Profiles (Unternehmensbereich der BWF Group), Kunststoffextrusion
Digitale, variantengerechte Qualitätsprüfung mit SAP-Integration und dynamischen Prüfzyklen
Bis zu 50 % weniger Prüfaufwand durch Prüfzyklen, die sich automatisch an vorherige Prüfergebnisse anpassen, ohne Qualitätseinbußen
Erstellung von Prüfdokumenten in 15 bis 30 Minuten statt 1,5 Stunden, je nach Produktkomplexität (bis zu 80 % Zeitersparnis)
100 % Eliminierung der manuellen Übertragung von Prüfdaten

Die Ausgangslage
BWF Profiles geht bei der Herstellung von Kunststoffprodukten in besonderem Maße auf individuelle Kundenwünsche ein. Das ist ein Wettbewerbsvorteil, macht die Qualitätsprüfung aber komplex: Jede Variante braucht ihre eigenen Prüfmerkmale, und bei über 9.000 Querschnitten wächst der Dokumentationsaufwand entsprechend.
Bisher erstellte das Qualitätsteam Prüfdokumente manuell als Papierlisten, je nach Produkt dauerte das rund 1,5 Stunden pro Prüfdokument. Danach begann der nächste Aufwand: Prüfergebnisse mussten händisch übertragen, ausgewertet und archiviert werden. Gleichzeitig war es schwierig, den Mitarbeitenden in der Prüfung das nötige Prozessverständnis zu vermitteln, etwa wofür ein Profil beim Kunden eingesetzt wird und worauf es deshalb ankommt. Hinzu kam ein starres Prüfregime: Geprüft wurde in stets gleichen Zeitabständen, unabhängig davon, wie stabil ein Prozess lief.
„Obwohl wir ein sehr modernes Unternehmen sind, haben wir in der Qualitätsprüfung noch viel auf Papier gearbeitet. Das wollten wir ändern", sagt Patrick Sched, Quality Management bei BWF Profiles. Er stieß die Zusammenarbeit mit Operations1 federführend an.
Die Situation ist typisch für Hersteller mit kundenspezifischer Serienfertigung, etwa in der Kunststoffverarbeitung oder Extrusion: Je höher die Variantenvielfalt, desto stärker wird die Prüfdokumentation selbst zum Engpass.

Der Weg zur Lösung
Bei der Suche nach einer Lösung stand für BWF Profiles auch ein klassisches CAQ-System zur Wahl. Die Entscheidung fiel bewusst für Operations1, aus drei Gründen: die Nutzerfreundlichkeit, die Möglichkeit, Videos in Prüfanweisungen einzubinden, und die einfache Anbindung an das eigene ERP-System. Gerade die intuitive Bedienbarkeit für die operativen Mitarbeitenden sah BWF Profiles als großen Vorteil gegenüber ERP- oder CAQ-Systemen.
Die Implementierung inklusive Variantenkonfiguration und Prüfzyklus-Dynamisierung dauerte fünf Monate. Ein erfahrenes Integrationsteam von Operations1 begleitete BWF Profiles dabei. Papierordner wichen Tablets, und der Prüfprozess wurde Schritt für Schritt digital abgebildet:
Variantengerechte Prüfanweisungen aus SAP: Über die REST API holt sich Operations1 produktspezifische Daten direkt aus SAP und stellt sie strukturiert bereit. Prüfanweisungen und Checklisten entstehen so auftragsbezogen und variantenspezifisch mit wenigen Klicks.
Mediengestützte Prozessführung: Bilder und Videos der Einbausituation beim Kunden werden direkt in jeden Prüfvorgang eingebunden. Die Prüfer sehen, wofür das Profil später verwendet wird.
Dynamische Prüfzyklen: Prüfergebnisse wie i.O. oder n.i.O. fließen automatisch in die Planung der nächsten Prüfung ein. Läuft ein Prozess stabil, verlängern sich die Intervalle.
Automatische Reportablage: Der Prüfbericht wird automatisch erstellt und an das Archivierungssystem übergeben. So entsteht eine lückenlose Übersicht aller Prüfaufträge.
Die Akzeptanz im Team war von Beginn an hoch. „Die Benutzeroberfläche ist sehr übersichtlich. Jeder Mitarbeiter, unabhängig von den IT-Kenntnissen, kommt sehr gut damit zurecht", sagt Patrick Sched.

Die Ergebnisse
Bis zu 50 % weniger Prüfaufwand: Durch die automatisierte Anpassung der Prüfintervalle an vorherige Prüfergebnisse spart BWF Profiles bis zu 50 % des Prüfaufwands, ohne Qualitätseinbußen.
Bis zu 80 % schnellere Erstellung von Prüfanweisungen: Ein Prüfdokument entsteht in 15 bis 30 Minuten statt in 1,5 Stunden, je nach Komplexität des Produkts.
Keine manuelle Datenübertragung mehr: Prüfergebnisse werden digital erfasst und automatisch archiviert, die manuelle Übertragung entfällt zu 100 %.
Der wirtschaftlich interessanteste Hebel ist die Prüfzyklus-Dynamisierung. Statt nach festem Takt zu prüfen, richtet BWF Profiles den Prüfaufwand heute danach aus, wie stabil ein Prozess tatsächlich läuft. Kapazität in der Qualitätssicherung fließt dorthin, wo sie gebraucht wird.
Ebenso spürbar ist der Effekt im Prozessverständnis. Weil die Prüfer per Video sehen, wie das Profil beim Kunden verbaut wird, verstehen sie, worauf es bei der Prüfung ankommt. Das Ergebnis sind weniger Nacharbeit und weniger Ausschuss. Die digitalen Prüfprotokolle führen die Mitarbeitenden sicher durch den Prozess, und die Qualitätsabteilung kann sich auf das konzentrieren, was BWF Profiles auszeichnet: die Qualität hochspezialisierter, kundenindividueller Produkte.

Über BWF Profiles
BWF Profiles ist ein Unternehmensbereich der BWF Group, die mit über 1.800 Mitarbeitenden textile Filtermedien, technische Nadelfilze, Wollfilze und hochwertige Kunststoffprodukte verarbeitet. BWF Profiles ist europäischer und asiatischer Marktführer in der Extrusion thermoplastischer Kunststoffe und bietet seinen Kunden eine Komplettbetreuung von der Entwicklung bis zur Produktion hochindividueller Kunststoffprodukte. Mit über 9.000 realisierten Querschnitten steht das Unternehmen für eine außergewöhnlich hohe Variantenvielfalt.

